Filmkunstfest MV
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RÜCKBLICK 2019

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Neben dem Ehrenpreis wurden auch die 11 weiteren Auszeichnungen des Filmfestivals im Staatstheater vergeben. Der deutsche Spielfilm SYSTEMSPRENGER von Nora Fingscheidt erhielt den Hauptpreis „Der Fliegende Ochse“, den FIPRESCI-Kritikerpreis, den Preis für die Beste Musik- und Tongestaltung im Spielfilmwettbewerb und den Förderpreis der DEFA-Stiftung. Der österreichische Spielfilm DER BODEN UNTER DEN FÜSSEN von Marie Kreutzer, der teils in Rostock und Wismar gedreht wurde, erhielt den NDR-Regiepreis, die Schauspielerin Valerie Pachner den Nachwuchsdarstellerpreis.

Als Bester Dokumentarfilm wurde der deutsche Beitrag der aus Grevesmühlen in Westmecklenburg stammenden Regisseurin Christin Freitag LET THE BELL RING über einen US-amerikanischen Boxer ausgezeichnet. Der Preis für die Beste Bildgestaltung ging an den Kameramann Daniel Samer für den Dokumentarfilm CONGO CALLING von Stephan Hilpert.

Der LEO für den Besten Kinder- und Jugendfilm ging an den verspielten Berlin- und Abenteuerfilm CLEO des deutschen Regisseurs und Autors Erik Schmitt. Als Bester Kurzfilm im Wettbewerb wurde Hannah Dörrs MIDAS ODER DIE SCHWARZE LEINWAND ausgezeichnet.

Das Publikum entschied sich für Sherry Hormanns Drama NUR EINE FRAU, der in Schwerin seine deutsche Premiere feierte. Stellvertretend für Sherry Hormann nahm Verleihchef Christoph Ott den Preis für den Film entgegen, dessen Firma NFP marketing & distribution den Film ab Donnerstag in ausgewählte deutsche Kinos bringt. Ott würdigte ebenso wie andere Festivalteilnehmer die Auswahl in den Wettbewerben und sagte: „Hier wird Exzellenz gezeigt.“

„Fliegender Ochse“ im Spielfilmwettbewerb ging an SYSTEMSPRENGER, der Ehrenpreis „Goldener Ochse“ an Katharina Thalbach

Dank eines sehr weiblichen, politischen und irisch geprägten Programms, starker Wettbewerbs­beiträge und einer erfolgreichen Katharina-Thalbach-Werkschau erreichte das 29. FILMKUNSTFEST MV die neue Rekordzahl von 19.200 Zuschauern, die sich 120 Filme ansahen. Der bisherige Rekord lag 2017 bei rund 18.000 Besuchern.

„Die 29. Ausgabe des FILMKUNSTFEST MV hat unsere Erwartungen übertroffen“, sagt der Künstle­rische Leiter, Volker Kufahl: „Wir freuen uns, dass die Besucher und die Jurys unsere sorgfältige Programmauswahl, in der viele Filme gesellschaftlich relevante Themen behandelt haben, zu schätzen wussten. Besonders freut mich, dass unser Gastland Irland auf ein so überraschend großes Interesse gestoßen ist.“

Der große Erfolg bahnte sich bereits an den ersten Festivaltagen an, als tausende Besucher in das Festivalkino, den Filmpalast Capitol in Schwerin, strömten, der dank der abgeschlossenen Renovierungs- und Umbauarbeiten nun zu einem der technisch modernsten Kinos in Deutschland zählt. Nach einem spannungsgeladenen Start mit der deutschen Premiere des Psychothrillers GRETA vom irischen Regie-Altmeister Neil Jordan (THE CRYING GAME, 1993) blieben die Zuschauerzahlen auf hohem Niveau.

Vor allem die Reihe mit aktuellen Produktionen aus dem diesjährigen Gastland Irland und die Werkschau zum Ehrengast Katharina Thalbach waren überdurchschnittlich gut besucht. Thalbach freute sich über die warmherzigen Worte vieler Fans und ihrer Laudatorin, der Schauspielkollegin Andreja Schneider (von den „Geschwistern Pfister“), bevor sie am Samstagabend – in Gegenwart ihrer Tochter Anna, die Mitglied der Spielfilmjury war – aus den Händen der Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, Manuela Schwesig, den Ehrenpreis des Filmfestivals, den „Goldenen Ochsen“ entgegennahm. Als Freundin deftiger Kost freue sie sich, ausgerechnet einen Ochsen als Preis zu erhalten, sagt Katharina Thalbach unter dem Gelächter des Publikums, das sie mit stehenden Ovationen im ausverkauften Mecklenburgischen Staatstheater feierte.

Der prächtige Bau des Mecklenburgischen Staatstheaters war nach der Preisverleihung, aber auch schon einen Tag zuvor, Veranstaltungsort zweier Filmkonzerte zu Charlie Chaplins Stummfilmklassiker THE GOLD RUSH aus dem Jahr 1925. Das Mecklenburgische Staatsorchester unter Leitung von Martin Schelhaas, das Chaplins Partituren zum Film live spielte, wurde von jeweils 500 Besuchern bejubelt.

Katharina Thalbach war nicht nur bei mehreren Filmaufführungen der ihr gewidmeten Hommage präsent, sondern führte auch ein aufschlussreiches Werkstattgespräch mit dem renommierten Moderator und Filmjournalist Knut Elstermann, der mit Witz und Schwung auch in diesem Jahr wieder durch Festivaleröffnung und Preisverleihung führte. Thalbach berichtete unter anderem, dass ihr eine Sprecherzieherin schon als Jugendliche geweissagt habe, dass sie später eine dunklere Stimme bekommen würde. Dieses unnachahmliche Markenzeichen und Thalbachs schlagfertige, gewitzte und offene Art prägten auch ihre Auftritte auf dem Schweriner FILMKUNSTFEST MV.

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