Filmkunstfest MV
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4. Schweriner Architekturfilmtage präsentieren ‚Oscar‘-Gewinner „Parasite“

Open Air-Vorführung im Garten des Schleswig-Holstein-Hauses am 23. August, Gäste: Szenenbildnerin Silke Buhr (Vierfache LOLA-Preisträgerin) und Architekt Markus Gericke, Schwerin

Aufgrund der Corona-Pandemie finden die Schweriner Architekturfilmtage in diesem Jahr als vorgezogene Open Air-Veranstaltung und nur an einem Tag statt, nämlich am Sonntag, den 23. August, im Garten des Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus. Veranstalter sind die LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH, die FILMLAND MV gGmbH, die Kammergruppe Schwerin der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern und die Landeshauptstadt Schwerin.

Präsentiert wird ein filmisches Meisterwerk, das nicht nur ein herausragendes Beispiel für den originellen Einsatz von Architektur in einer Filmhandlung ist, sondern als Gesamtkunstwerk Filmgeschichte geschrieben hat: der Sensationserfolg „Parasite“ des südkoreanischen Regisseurs Bong Joon-Ho.

Ihm gelang mit „Parasite“ eine brillante Gesellschaftskritik über die Gräben zwischen Arm und Reich vor dem Hintergrund der Globalisierung, eine scharfe Satire mit schwarzem Humor und Lust an der radikalen Zuspitzung der Verhältnisse – erzählt in spektakulären Bildern. „Parasite“ gewann im vergangenen Jahr die Goldene Palme des Festivals in Cannes sowie im Anschluss drei Dutzend internationale Filmpreise , darunter erstmals in der Geschichte der ‚Academy Awards‘ sowohl den ‚Oscar‘ als bester Film, als bester nicht-englischsprachiger Film, für die beste Regie und das beste Drehbuch.

Einlass ab 19 Uhr; ab 19:30 Uhr Filmgespräch zu „Parasite“ mit Szenenbildnerin Silke Buhr (Bild links), Architekt Markus Gericke (Zwei² Werk Architekturbüro, Schwerin) und Volker Kufahl, Geschäftsführer der FILMLAND MV.

Silke Buhr ist Mitglied der Deutschen Filmakademie und wurde für ihre Arbeit als Szenenbildnerin mehrfach preisgekrönt. Sie ist derzeit die einzige vierfache Preisträgerin des Deutschen Filmpreis - LOLA für das Beste Szenenbild! Sie erhielt die höchste Auszeichnung, die in Deutschland für Film vergeben wird, für ihre Arbeit bei den Kinofilmen "Das Leben der Anderen" (2006), "Poll" (2011), "Who Am I - kein System ist sicher" (2016) und "Berlin Alexanderplatz" (2020).

Markus Gericke ist langjährig als Architekt mit seinem Schweriner Büro zwei²Werk-Architekten in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus tätig. Anlässlich des Landesbaupreises M-V 2019 hat er mit dem Neubau eines Mehrfamilienhauses in der Schäferstraße in Schwerin eine besondere Anerkennung erhalten.

Volker Kufahl ist Geschäftsführer der FILMLAND MV gGmbH, die unter anderem das renommierte FILMKUNSTFEST MV in der Landeshauptstadt Schwerin organisiert.

Moderation: Max-Peter Heyne. Im Anschluss Filmbeginn (Länge: 132 Min.).

Eintrittspreis: 10,00 €, Tickets erhältlich im Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstr. 12, 19055 Schwerin, dienstags bis sonntags von 11-18 Uhr.

Wir weisen darauf hin, dass wir zur möglichen Kontaktverfolgung die Besucherdaten erheben müssen.

Der Film: Familie Kim ist ganz unten angekommen: Vater, Mutter, Sohn und Tochter hausen in einem grünlich-schummrigen Keller, kriechen für kostenloses W-LAN in jeden Winkel und sind sich für keinen Aushilfsjob zu schade. Erst als der Jüngste eine Anstellung als Nachhilfelehrer in der todschicken Villa der Familie Park antritt, steigen die Kims ein ins Karussell der Klassenkämpfe. Mit findigen Tricksereien, bemerkenswertem Talent und großem Mannschaftsgeist gelingt es ihnen, die bisherigen Bediensteten der Familie Park nach und nach loszuwerden. Bald schon sind die Kims unverzichtbar für ihre neuen Herrschaften. Doch dann löst ein unerwarteter Zwischenfall eine Kette von Ereignissen aus, die so unvorhersehbar wie unfassbar sind.

Zur optischen Raffinesse des Films trägt die eigens für den Film entworfene Villa bei, in der ein Großteil der Handlung spielt, die aber kein reales Gebäude ist, sondern lediglich ein Filmset. Der Filmausstatter Lee Ha Jun und Regisseur Bong Joon-Ho entwarfen sie als „eigenes Universum innerhalb des Filmes“, die bei perfektem Lichteinfall offene Räume für Kamerafahrten als auch Verschachtelungen für die Filmszenen erlaubte. Zum Beispiel wurde im Wohnzimmer eine riesige Panoramascheibe als Verbindung zwischen Haus und Terrasse installiert, die gleichzeitig Innen- und Außenaufnahmen erlaubte.

Filmbilder © Koch Films. Porträt Silke Buhr © Annette Koroll