SCHULKINOWOCHE MV

Ab Sofort Tickets für das 35. FILMKUNSTFEST MV erhältlich

Das 35. FILMKUNSTFEST MV bringt 118 Filme, darunter 16 Welt- und 18 Deutschlandpremieren in vier Wettbewerben und fünf Nebensektionen nach Schwerin. 16 Preise im Wert von 50.200 Euro werden von vier Fachjurys, einer Jugendjury sowie dem Publikum vergeben.

 

Die Wettbewerbe im Überblick:

SPIELFILMWETTBEWERB 

Im Spielfilmwettbewerb präsentiert das FILMKUNSTFEST MV in diesem Jahr unter anderem drei Premieren: In dem als Deutschlandpremiere laufenden BECAÀRIA von Erik Bernasconi (CH 2026) erlebt der 16-jährige Mario 1977 in einem Tessiner Dorf einen prägenden Sommer, in dem er viel übers Leben, die Liebe und sich selbst lernt. Die Literaturverfilmung zeichnet ein atmosphärisches Porträt vom Erwachsenwerden in den 1970ern. In HALLO BETTY (P. Monnard, CH 2025) erfindet die Werbetexterin Emmi Creola 1956 die Kunstfigur Betty Bossi – und trifft den Nerv der Zeit. Als die Schweizer Öffentlichkeit ein Gesicht fordert, wird sie selbst zur Kochikone. Das von Abu Bakr Shawky virtuos inszenierte Drama THE STORIES (A/F/B/EG/S 2025) hingegen beginnt im Kairo des Sommers 1967. In einer fußballverrückten Familie will Ahmed unbedingt Pianist werden. Aus einer Brieffreundschaft mit der Wienerin Liz entsteht mehr und durch Jahre voller Umbrüche, Katastrophen und Momente des Glücks kämpfen beide für ihre Träume.

Im Wettbewerb vertreten ist außerdem Kai Stänickes Drama DER HEIMATLOSE (D 2026), in dem der Protagonist Hein nach 14 Jahren in sein Nordsee-Dorf zurückkehrt – doch niemand will ihn erkennen. Ein Dorfgericht soll klären, ob er der ist, für den er sich ausgibt. Erinnerungen widersprechen sich, Feindseligkeit wächst.

In Ulrike Ottingers federleichter Vampirkomödie DIE BLUTGRÄFIN (A/LUX/D 2026) taucht die legendäre Blutgräfin Jahrhunderte nach ihrem Verschwinden im heutigen Wien wieder auf. Gemeinsam mit ihrer Zofe Hermine versucht sie, ein Buch aufzuspüren, das die Macht besitzt, alles Böse zu vernichten – auch Vampire.

Ausgezeichnet als Bester Spielfilm beim Max-Ophüls-Festival spielt Ben Voits Drama GROPIUSSTADT SUPERNOVA (D 2025) an Silvester in Berlin-Gropiusstadt. Tarik erfährt von der drohenden Abschiebung, Stella erhält einen Studienplatz in den USA, und Luan fürchtet, beide zu verlieren. Je stärker er gegen die Veränderung ankämpft, desto mehr gerät er ins Abseits.

In Sophie Heldmans sorgfältig ausgestattetem Historiendrama EINE SCHULE FÜR JANE CUMMING (D/GB 2026) wiederum führen zwei Lehrerinnen 1810 in Edinburgh gemeinsam ein Internat. Als eine reiche Adlige ihre 15-jährige Enkelin Jane Cumming aus Indien dort einschult, kommt es zu Ausgrenzung und Konflikten.

Mike van Diems packendes Drama OUR GIRLS (NL/A/B 2025) folgt der langjährigen Freundschaft zweier Paare. Als ihre Töchter in einen folgenschweren Unfall verwickelt werden, geraten Loyalitäten ins Wanken. Geheimnisse und alte Konflikte brechen auf – und stellen Freundschaft und Anstand auf die Probe. ICH VERSTEHE IHREN UNMUT (K. A. Friedrich, D 2026) erzählt von der 59-jährigen Heike, die als Objektleiterin einer Reinigungsfirma einen konfliktträchtigen Alltag zwischen Geschäftsführung, Kunden, Subunternehmern und ihrem Team bewältigt. Bis ein Fehler ihr labiles System zum Einsturz bringt…

Die mit Henk Handloegten, Barbara Philipp und Aelrun Goette prominent besetzte Spielfilm-Jury vergibt den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis „Fliegender Ochse".

 

DOKUMENTARFILMWETTBEWERB

Im diesjährigen Dokumentarfilmwettbewerb zeigen wir acht Filme, darunter zwei Uraufführungen, GARTEN DER HOFFNUNG von Dieter Schumann (D 2026) und KOMMUNIST (L. Pehnert, D 2026), sowie eine Deutschlandpremiere: INNERE EMIGRANTEN von Lena Karbe (D/F 2026).

Die internationale Premiere von GARTEN DER HOFFNUNG (Dieter Schumann, D 2026) eröffnet am 05. Mai um 18:30 Uhr im Kino 1 des Filmpalasts Capitol das 35. FILMKUNSTFEST MV. Der Dokumentarfilm schildert die Zusammenarbeit der Nachbarschaftsgärtner*innen einer Schweriner Plattenbausiedlung – mit all ihren Brüchen, Hoffnungen und überraschenden Talenten.  Zwischen Hochbeeten und Tomatenstauden entstehen Freundschaften, die gesellschaftliche Gräben überbrücken. Hier finden Geflüchtete und Alteingesessene, Alleinerziehende und Rentner*innen, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammen.

In DIE NOCH UNBEKANNTEN TAGE von Jola Wieczorek (A 2026) teilt die Regisseurin ihre Migrationsgeschichte: In einem vollgepackten Fiat 126 floh Jola Wieczorek 1989 als Sechsjährige mit ihren Eltern und dem jüngeren Bruder aus Polen nach Österreich. Als sie Mutter wird und gleichzeitig ihre eigene Mutter in die Demenz gleitet, begibt sie sich mit den Eltern noch einmal an die gemeinsamen Erinnerungsorte.

TRISTAN FOREVER von Tobias Nölle (CH 2026) folgt dem Pariser Arzt Loran Bonnardot, der seit 30 Jahren regelmäßig die abgelegenste bewohnte Insel der Welt, Tristan da Cunha, besucht. Mit 50 will er endgültig bleiben und Teil der kleinen Gemeinschaft mit 230 Einwohnern werden. In WAS AN EMPFINDSAMKEIT BLEIBT (D 2026) kehrt die Regisseurin Daniela Magnani Hüller 14 Jahre nach einem überlebten Femizidversuch zu den Menschen zurück, die damals für sie eine zentrale Rolle spielten: einer Lehrerin, einer ehemaligen Mitschülerin, einem Arzt, einem Staatsanwalt, einer Kommissarin und ihrer Halbschwester. MELT von Nikolaus Geyrhalter (A 2025) bietet einen bildgewaltigen Blick auf die Menschen in fragilen Naturräumen und ihren Umgang mit dem schwindenden Eis. In Tateyama in Japan, am Schweizer Aletschgletscher, in den Skigebieten von Val d’Isère, in Kanada und Island zeigt sich, wie sich die weißen Landschaften der nördlichen Hemisphäre verändern. Zuletzt zeigt WEISSER RAUCH ÜBER SCHWARZE PUMPE (M. Gressmann, D 2025) mithilfe von Archivbildern aus dem Jahr 1991 die Abwicklung des Kombinats Schwarze Pumpe und die Verunsicherung der Beschäftigten. Dreißig Jahre später kehrt Regisseur Martin Gressmann zurück und verbindet damalige Bilder mit heutigen Eindrücken und Interviews zu einem Porträt der Lausitz und ihrer anhaltenden Umbrüche.

Den mit 5000 Euro dotierten, von der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin gestifteten, Preis für den Besten Dokumentarfilm vergibt die dreiköpfige Jury, bestehend aus Alina Cyranek, Meike Martens und Volker Langhoff.

KURZFILMWETTBEWERB

Im Kurzfilmwettbewerb konkurrieren 20 Produktionen aus Deutschland, Österreich (darunter eine Koproduktion mit Luxemburg) und der Schweiz um den mit 4.000 Euro dotierten Hauptpreis, gestiftet von der Landeshauptstadt Schwerin. Vier Filme erleben dabei in Schwerin ihre Deutschlandpremiere, drei ihre Uraufführung. Die Jury, bestehend aus Afsun Moshiry, Sylke Gottlebe und Víctor Orozco Ramírez, vergibt den Preis für den Besten Kurzfilm im Wettbewerb.

 

KINDER- UND JUGENDFILMWETTBEWERB

Fünf Wettbewerbsbeiträge sind im Programm: das romantische Science-Fiction-Abenteuer CYBERPUNK ROMANCE (D/A 2025) von Joscha Douma, Frederike Migoms Coming-of-Age-Geschichte HEUTE HEISSEN ALLE SORRY ( B/NL/D 2026), der Kinderfilm MEIN FREUND BARRYvon Markus Welter (CH/D 2025) über die Freundschaft eines Jungen mit einem Bernhardiner.

Außerdem: Die Komödie über Freundschaft und Selbstbehauptung PFERD AM STIEL (S. M. Kröner, D 2026), in der die Münchner Freundinnen Beatrice und Dilek den Trendsport Hobby Horsing entdecken, und Jonas Ulrichs MusikfilmWOLVES (CH 2025) über eine Black-Metal-Band, die in gefährliche politische Fahrwasser gerät.

Die Jury des Wettbewerbs bilden sechs Schweriner Jugendliche, die von der Sozial-Diakonischen Arbeit – Evangelische Jugend gGmbH medienpädagogisch begleitet werden. Letztere betreut auch die LeoFilms Jugendredaktion, die Filmkritiken und Videoblogs während des Festivals produziert. Die Landeshauptstadt Schwerin stiftet den mit 2.500 Euro dotierten LEO-Preis.

Unter dem Motto "KLAPPE AUF UND MITMACHEN" laufen in diesem Jahr fünf kurze Vorfilme im Kinder- und Jugendprogramm. Die Filme entstanden im Rahmen des Projekts "Klappe gegen Rassismus" des RAA Mecklenburg-Vorpommern e.V. Junge Menschen waren aufgefordert, Filmideen zu entwickeln, die sich für Vielfalt, Zivilcourage und Demokratie einsetzen. Wir wollen ein Zeichen setzen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und stehen für Weltoffenheit, Vielfalt und ein friedliches Miteinander.

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