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Die Toten von Mirow

Produktion:
Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft mbH
Genre:
Fernsehmehrteiler
Drehort(e):
Schwerin und Umgebung, Mirow und Umgebung
Drehzeit:
Juni- Oktober 2018

Kurzinhalt

Als man im Badezimmer einer Rostocker Mietwohnung eine kopfüber aufgehängte und auf obskure Weise ermordete Leiche eines offensichtlich pädophilen Mannes findet, passt der Fall, der sich in rasender Geschwindigkeit zu einer explosiven Mischung entwickelt, die geeignet ist, richtig Ärger zu machen, so gar nicht zu dem, was der ermittelnde Kommissar Elling momentan in seinem Leben gebrauchen kann. Dem verrinnt das eigene Lebensglück gerade wie Treibsand unter den Füßen: Seine Frau betrügt ihn, trotz all seiner ihn finanziell offensichtlich überfordernder Mühen, die Risse in der angejahrten Ehe zu kitten. Die in Demenz dahindämmernde Mutter wird ihn schon bald nicht mehr erkennen, und für Elling ist es Zeit zu akzeptieren, dass er längst in der unwirtlichen Steppe eine potentiellen Midlifecrisis angekommen ist.

Eigentlich würde er lieber ein paar Freunde zum Grillen einladen und, während er ohne es zu übereilen auf Täterjagd geht, sich seinen privaten Problemen widmen. Wäre da nicht schon bald ein zweiter Toter und würde sich nicht seine von Hannover nach Rostock versetzte, von einer ziemlich offensiven Erotik begleitete, ehrgeizige Kollegin Lona Mendt, bei der zu Ellings Missfallen der deutlich jüngere Kollege Jasper auf beinahe traumtänzerische Weise zum Zuge kommt, mit einer solchen Akribie in den Fall verbeißen,  dass sie schon ziemlich bald auf Ungereimtheiten stößt, die sie an den vermuteten Tatmotiven zweifeln lassen.

Mit zunehmender Ermittlung scheinen hinter den grausamen Morden, die wie ein Rachefeldzug der Opfer an den Mitgliedern eines Kinderschänderrings anmuten, die Umrisse eines Skandals auf, in den auf dubiose Weise Altstasi, Geheimdienste und die westdeutsche Pharmaindustrie verwickelt zu sein scheinen. Ein dunkles Netz zwielichtiger und von der Zerrüttung öffentlicher Institutionen kündender Interessen, eigentlich mindestens um eine Stufe zu komplex für einen einfachen Rostocker Kommissar, böte sich nicht plötzlich für ihn die Chance auch persönlich auf ungesetzliche, aber höchst lukrative Weise zu profitieren und damit wieder an den Schalthebel seines Lebens zu geraten. Doch als seine Kollegin Lona davon erfährt, ist sowohl er als auch sie vor eine Entscheidung gestellt, die über seine gesamte berufliche Existenz, aber auch über die einzige Chance die Morde doch aufzuklären entscheidet. (nordmedia)

Credits

Autor:
Holger Karsten Schmidt
Regie:
Stefan Krohmer
Kamera:
Patrick Orth
Ton:
Matthias Wolf, Thomas Thutewohl
Produzent:
Hubertus Meyer-Burckhardt, Mark von Seydlitz, Christoph Bicker
Szenenbildner:
Silke Fischer
Maske:
Amal Boulos
Herstellungsleitung:
Holger Heinssen
Aufnahmeleitung:
Niels Hansen
Ko-Produktion:
made in munich movies GmbH
Sender/Redaktion:
Christian Granderath, Donald Kraemer, NDR; Sascha Schwingel, Claudia Grässel, Degeto
Locationscout:
Nadine Freitag