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Geue: Wir werden bei der Filmförderung künftig viel mehr machen als bisher

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Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern will die Filmszene künftig stärker unterstützen. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Heiko Geue, informierte heute zunächst das Kabinett und anschließend die Landespressekonferenz über die Pläne.

„Wir werden bei der Filmförderung künftig viel mehr machen als bisher“, erklärte Geue. Kern der Pläne ist die Gründung einer landeseigenen Filmförderung gGmbh mit Sitz in Schwerin und Wismar. „Sie soll für die Filmförderung zuständig sein, Filmemacherinnen und Filmemacher beraten und auch die Festival- und Kinoförderung übernehmen. Außerdem soll die neue Filmfördergesellschaft die jährliche Branchenkonferenz Film im Rahmen des FILMKUNSTFESTes MV ausrichten und das Landesfilmarchiv führen“, erläuterte Geue die Aufgaben der geplanten Gesellschaft. Die bisherigen Akteure in der Filmförderung sollen über eine Jury und einen Beirat eingebunden werden. „Es geht uns aber nicht nur um klare Strukturen und um mehr Geld für die Filmförderung, sondern auch um eine stärkere inhaltliche Profilierung als Filmland“, betonte der Chef der Staatskanzlei.

„Wir wollen die große filmische Tradition Ostdeutschlands pflegen und weiterentwickeln. Unsere Filmförderung soll helfen, Geschichten aus Mecklenburg-Vorpommern zu erzählen. Erzählt von erfahrenen Filmemacherinnen und Filmemachern, aber auch von jungen Talenten, die wir auf ihrem Weg begleiten wollen.“ Mit der neuen Fördergesellschaft werde unter anderem die Förderung von Spielfilmen von Produzentinnen und Produzenten aus Mecklenburg-Vorpommern möglich. „Das fehlte bisher. Und das werden wir ändern“, so Geue.

Eine eigene Filmförderung sei Voraussetzung dafür, dass heimische Produktionen auch von der Filmförderung des Bundes profitieren können. „Der letzte wichtige Punkt: Es stehen künftig deutlich mehr Mittel für die Filmförderung zur Verfügung“, sagte der Staatssekretär. Dafür sei bereits mit dem Doppelhaushalt 2020/2021 Vorsorge getroffen werden. 2020 werden es 3 Millionen, 2021 4 Millionen Euro sein. Begleitet wurde Geue vom Dokumentarfilmer Dieter Schumann und der Produzentin Wiebke Possehl.

„Das ist ein filmpolitischer Paukenschlag, der die Branche im Land aus dem Tiefschlaf erwecken kann. Damit wird hoffentlich die Abwanderung von Talenten und Produzenten gestoppt. Ich wünsche mir Filme, die die Geschichten des Alltags erzählen und engagiert und mutig die drängenden Fragen der Zeit behandeln“, erklärte der Regisseur, Produzent und Autor Dieter Schumann.

„Als Produzentin aus Rostock freue mich über die Entwicklung der neuen Filmförderung in MV. Die Branche erfährt jetzt einen vorher nie da gewesenen Auftrieb. Ich wünsche mir für unser Land MV erfolgreiche, überraschende und innovative Projekte an denen auch junge Kollegen partizipieren. Den Gremienmitgliedern und Redakteuren wünsche ich viel Mut und Vertrauen in die Macher und die Themen, die zukünftig eingereicht werden“, sagte Wiebke Possehl.    

Quelle: Nr.29/2020  | 28.01.2020  | STK  | Staatskanzlei