Filmkunstfest MV
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RÜCKBLICK 2018

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Zur Eröffnungsfeier erwartete die Festivalgäste ein dynamisch-rockiger Gig aus dem Gastland Georgien: die Young Georgian Lolitaz aus Tiflis. Die im Jahr 2000 gegründete, vierköpfige Rockband um Frontmann Niko Kocharov errangen besondere Bekanntheit beim Eurovision Song Contest 2016, als sie ihr Heimatland mit dem Song „Midnight Gold“ in Stockholm vertraten. Als die ersten georgischen Teilnehmer bei einem Song Contest überhaupt, schafften es die vier „Lolitaz“ gleich bis in die Endrunde, bei der sie einen furiosen Live-Auftritt absolvierten.

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Bei strahlendem Sonnenschein in der Landeshauptstadt Schwerin zählte die 28. Ausgabe des FILMKUNSTFESTs Mecklenburg-Vorpommern rund 17.000 Besucher (Rekordjahr 2017: 18.000). Damit pendelte sich die Nachfrage auf dem hohen Niveau der vergangenen drei Jahre ein.

„Die guten Zahlen sprechen für sich“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Preisverleihung am Samstagabend und rühmte neben dem spannenden Einblick in das diesjährige Gastland Georgien den „bewegenden“ Eröffnungsfilm STYX von Regisseur Wolfgang Fischer. Die Ministerpräsidentin dankte dem künstlerischen Leiter Volker Kufahl „für den Mut, diesen Film als Eröffnungsfilm ausgewählt“ zu haben.

Tatsächlich war der deutsch-österreichische Wettbewerbsbeitrag um eine Notärztin (gespielt von Susanne Wolff), die auf hoher See mit einem Flüchtlingsdrama konfrontiert wird, der große Gewinner der Preisverleihung: STYX erhielt den Hauptpreis des Festivals, den von der Staatskanzlei MecklenburgVorpommerns mit 10.000 Euro dotierten „Fliegenden Ochsen“, den von der Schweriner Volkszeitung gestifteten Publikumspreis in Höhe von 2.500 Euro und für die beste Musik- und Tongestaltung Sachleistungen im Wert von 4.000 Euro von Studio Mitte und Steinberg Media Technologies GmbH.

Der österreichische Regisseur Wolfgang Fischer nahm die Preise persönlich entgegen und zeigte sich „gerührt und überrascht“. Er kündigte an, einen Teil des Preisgeldes für das Projekt „One Fine Day“ seines Kollegen Tom Tykwer und Marie Steinmann-Tykwer zugunsten der Förderung der Kreativität von Kindern in den Slums der kenianischen Hauptstadt Nairobi zu spenden. Über das Projekt fand Fischer auch seinen jungen Hauptdarsteller Gedion Odour Wekesa.

Wie viele andere Preisträger und Jurymitglieder lobte Fischer die hohe Qualität beim FILMKUNSTFEST MV, das seinem Ruf als Festival mit „familiärer Atmosphäre“ einmal mehr gerecht wurde, wie auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte. Regisseur Dani Levy, der die Laudatio auf Schauspieler Henry Hübchen hielt, der mit dem Ehrenpreis „Goldener Ochse“ gewürdigt wurde, äußerte sich begeistert vom Programm und sagte auf der Bühne, die Schweriner könnten „stolz darauf sein, ein solches Festival in ihrer Stadt zu haben“. Levy hielt eine launige Laudatio auf den ebenfalls gut aufgelegten Hübchen, den Levy als „unvergleichliches Unikat“ mit ungeheurem „Charisma“ bezeichnete, erinnerte an ihren gemeinsamen Erfolgsfilm ALLES AUF ZUCKER!, bei dessen Dreharbeiten er gelernt habe, dass „der jüdische und ostdeutsche Witz sich ähnlich“ seien.

Hübchen selbst betonte, sein Lebenswerk sei noch keinesfalls abgeschlossen, aber er freue sich, mit zunehmenden Alter „zum Preisochsen aufzusteigen“. Die Auszeichnung Goldener Ochse nehme er gerne an, dokumentiere sie doch, dass Schauspieler wie andere Künstler „Werke erschaffen könnten“. Mit seiner unkomplizierten und heiteren Art gewann Hübchen bei der Preisverleihung, aber auch bei diversen Publikumsgesprächen im Rahmen der Hommage die Herzen des Schweriner Publikums. Umgekehrt fühlte sich Hübchen zwischen den – oft weiblichen – Filmfans wohl.

Weitere Festivalgäste waren u.a. Schauspielerin Barbara Auer, die im Spielfilmwettbewerb das Ehedrama VAKUUM vorstellte, Andreas Kleinert mit seiner Uraufführung SPÄTWERK, Jörg Schüttauf (13 UHR MITTAGS im NDR-Spezial) oder die Regisseure Hans Weingartner (Spielfilm 303), sein österreichischer Kollege Stefan A. Lukacs (Spielfilm COPS) und der Schweizer Juri Steinhart (Spielfilm LASST DIE ALTEN STERBEN). Für internationale Atmosphäre sorgten auch Filmschaffende aus Georgien, Polen, Dänemark und Schweden.

Zu den Höhepunkten des Festivals zählte das stimmungsvolle Filmkonzert der georgischen Starpianistin Dudana Mazmanishvili, die den sowjetisch-georgischen Avantgarde-Stummfilm CHEMI BEBIA (Meine Großmutter) von 1929 am Flügel begleitete. „Dass auch viele georgische Programme in ausverkauften Kinosälen liefen, zeigt, dass es uns gelungen ist, unser Publikum auf die Filmkultur dieses faszinierenden Landes neugierig zu machen“, sagt der Künstlerische Leiter des FILMKUNSTFESTs MV, Volker Kufahl, der sich über die Anwesenheit des neuen georgischen Botschafters in Deutschland, Dr. Elguja Khokrishvili, freute.

© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit FILMLAND MV gGmbH, Max-Peter Heyne

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