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FILMLAND MV kann deutlich erhöhte Prämien beim zweiten Kinokulturpreis vergeben!

Staatssekretär Dr. Heiko Geue verspricht weitere Wirtschaftshilfen für die Kino- und Filmbranche im Land. Verliehen wurden am 14.10.2020 im Filmpalast Capitol insgesamt 75.000 Euro für 22 Kinos im Land MV.

 

Die Preisgelder für die mit dem zweiten Kinokulturpreis ausgezeichneten gewerblichen und nicht-gewerblichen Spielstätten in Mecklenburg-Vorpommern werden um nochmals 25.000 auf nun insgesamt 75.000 Euro erhöht. Diese gute Nachricht für die Kinobetreiber/innen im Land hatte der für Filmförderung zuständige Staatssekretär Dr. Heiko Geue, Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommerns, gestern Abend auf der von der FILMLAND MV gGmbH ausgerichteten Gala mit 80 Gästen, darunter die Mehrzahl Kinobetreiber/innen, im großen Saal des Filmpalasts CapitolSchwerin im Gepäck. Damit verdreifachte die Landesregierung die Prämien im Vergleich zum Vorjahr.

Zugleich versprach Dr. Geue Wirtschaftshilfen anhand eines speziellen Förderprogramms für die Filmwirtschaft unter dem Motto „Aus Eins mach Drei – Cinema contra Corona“ mit einem Gesamtvolumen von 700.000 Euro, bei dem „den Kinos für jede verkaufte Kinokarte eine weitere bzw. bei geförderten Filmen bis zu drei weitere Karten“ erstattet werden. Die Pressemitteilung der Staatskanzlei finden Sie auf der Homepage der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns.

Staatssekretär Dr. Geue und Dezernent Bernd Nottebaum, erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Schwerin, dankten der FILMLAND MV gGmbH für die Durchführung des Kinokulturpreises in MV und der Jury bestehend aus den Kinobetreibern Gesine Ferchland, Holger Tepe und Sven Weser für ihre Arbeit. Der Geschäftsführer der FILMLAND MV, Volker Kufahl, sagte in seiner Ansprache, es sei wichtig, „dass die zweite Verleihung des Kinokulturpreises im Kinosaal stattfindet, denn die Kunst und die kulturelle Praxis des Kinos zeichnen sich durch das gemeinschaftliche Filmerlebnis aus.“ Dies bedeute „Sichtbarkeit für die Menschen, die für ihre wertvolle kulturelle Arbeit als Kinobetreiber geehrt werden sollen.“

Als Beispiele für Kinobetreiber, die täglich mit vollem persönlichen Einsatz um den Erhalt ihres Standortes kämpften, nannte Kufahl Stephan Rauchfuss vom Movie Star Parchim, der bereits als Schüler im Jahr 2000 als Aushilfe im Kino gearbeitet hatte und es im vergangenen Jahr in Eigenregie und mit vollem Risiko übernahm, sowie die Familie von Frank Schleich aus dem Ostseebad Prerow (Cinema Prerow), dem einzigen ortsfesten Kino auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Volker Kufahl betonte, dass gerade in der Corona-Krise „solidarisches Handeln“ gefragt sei: „Viele von uns Kinobetreibern waren ja positiv überrascht, wie viele Leute bereit waren, während des Lockdowns für ‚ihr‘ Kino zu spenden oder Gutscheine zu kaufen – an diese wertvolle Erfahrung gilt es anzuknüpfen.  Gemeinsam sind wir stark, oder um es mit 007 zu sagen: noch ist keine Zeit zu sterben!“

Über die aufgestockte finanzielle Unterstützung der Kinos in Mecklenburg-Vorpommern freute sich auch der diesjährige Preispate, der in Schwerin lebende Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Benjamin Kramme, der den Prämierten ihre Urkunden überreichte.

Die ergänzten Prämien für die Preisträger des 2. Kinokulturpreises in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier...

Die stimmungsvollen Chansons der Schweriner Songwriterin und Sängerin Rommy Rügheimer und die launige Moderation von Frank Breuner rundeten die Preisgala ab, die anhand der Corona-Schutzmaßnahmen nur ein begrenztes Platzkontingent ermöglichte. Der locker besetzte große Saal des Filmpalasts Capitol, in dem statt 469 aktuell nur 95 Gäste Platz nehmen dürfen, führte die Problematik der Abstandsregeln für die Kinos vor Augen. In dieser Hinsicht konnte der Chef der Staatskanzlei den Anwesenden leider noch keine Hoffnungen auf schnelle Änderungen bieten. Der guten Stimmung bei der Preisverleihung tat dies keinen Abbruch, von der viele Gäste betonten, wie wichtig sie als physisch stattfindendes Event gewesen sei.

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