Logo Filmland
Aktuelles: | KINOLAND MV

Erfolgreiche Branchenkonferenz der filmlocationMV im Rahmen des filmkunstfestes M-V

Am 6. und 7.Mai 2015 trafen sich während des 25. Filmkunstfestivals über 120 Produzenten, Regisseure, Kinobetreiber, Festivalmacher und andere Medienschaffende aus MV, um sich mit Branchenexperten anderer Bundesländer, mit Filmförderern des Bundes und der Media Förderung von Creative Europe über Entwicklungsmöglichkeiten des hiesigen Filmlandes auszutauschen.

Vorgestellt wurden u.a. Produktionsmodelle von crossmedial arbeitenden Contentproduzenten für den Digitalen Medienmarkt sowie die Angebote der europäischen Filmförderung und des Bundes, die Mecklenburg-Vorpommerns Produzenten noch viel zu wenig nutzen. Aus Sicht des NDR informierte die Direktorin Elke Haferburg über Sendeplätze und Einstiegsmöglichkeiten von Filmproduzenten ins Fernsehgeschäft. Besonders gut besucht war das Panel zu Modellen der benachbarten norddeutschen Filmförderungen, die aufzeigten, welche wirtschaftlichen Effekte dort erzielt werden, aber auch welche Voraussetzungen es braucht, um einen Film- und Medienstandort nachhaltig zu stärken. Produzenten, die wegen der guten Drehorte nach Mecklenburg-Vorpommern kommen möchten, erläuterten die Schwierigkeiten, hier ohne finanzielle Unterstützung und angesichts einer geringen Infrastruktur zu drehen.

Um Kinoproduktionen, aber auch Fernsehfilme nach MV zu holen und die eigene Branche zu stärken, braucht es eine branchenübliche und bedarfsgerechte Investition in Film- und Medien durch das Land. Die bisherigen Mittel sind dafür nicht ausreichend befand auch der Direktor der Landesmedienanstalt Dr. Uwe Hornauer und die Leiterin der Creative Europe Media Desk Hamburg Christiane Siemen.

Karl Maier vom Film- und Medienbüro Niedersachsen machte allerdings deutlich, das solche Konzepte nicht von der Landesregierung erwartet werden können, sondern das die Branche selbst eine schlüssigen Plan vorlegen müsse. Marco Voß von der filmlocationMV regte dazu einen runden Tisch an, an dem als erster Schritt sowohl die verantwortlichen Politiker als auch der Produzentenverband, das Filmbüro in Wismar und die FilmLand gGmbH die zukünftige Ausrichtung beraten sollten.

Im Gespräch zur Kinolandschaft Mecklenburg-Vorpommerns fand besonders das Plädoyer des Vorstandsmitgliedes der Filmförderungsanstalt FFA Frank Völkert breiten Konsens, der verdeutlichte, wie wichtig der Erhalt der Kinos insbesondere auch für die kulturelle Versorgung auf dem Land ist. Die Arbeit der Kinos, die anspruchvolles Programm anbieten sowie die Tätigkeit des Landesverbandes Filmkommunikation sollte durch einen Kinoprogrammpreis und landespolitische Fördermaßnahmen stärker gewürdigt werden.