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"Historischer Beschluss" des Landtags Mecklenburg-Vorpommern zur Errichtung der neuen "MV Filmförderung GmbH"

Statement von Volker Kufahl, Geschäftsführer der FILMLAND MV gGmbH in Schwerin.

Am 26.08.20 stimmte der Landtag Mecklenburg-Vorpommern der Errichtung einer landeseigenen Filmfördergesellschaft zu. Dazu Volker Kufahl, Geschäftsführer der FILMLAND MV gGmbH:

„Der Beschluss des Landtags vom 26.08.20 stellt für die Film- und Medienbranche in Mecklenburg-Vorpommern einen riesigen Fortschritt dar. Er kann angesichts der langen, zähen und zermürbenden politischen, institutionellen und persönlichen Auseinandersetzungen um die Filmförderung in diesem Bundesland ohne Übertreibung als historisch bezeichnet werden. Diese Entscheidung legt die Grundlage für einen Neuanfang und eine bessere Zukunft für die Branchenakteure in Mecklenburg-Vorpommern.

Es ist angemessen, kurz an die Genese dieses Erfolgs zu erinnern. Vor fast genau 4 Jahren, am 4. August 2016, stellten maßgebliche Branchenakteure auf einer Pressekonferenz im Landtag ihr Positionspapier zur „Weiterentwicklung der Film- und Medienförderung in MV“ vor (Filmland MV gGmbH, MV Film e.V., der Berufsverband der Film- und Medienproduzenten und die Hoferichter & Jacobs Film- und Fernsehproduktion GmbH). Dem waren schwierige, aber konstruktive Gespräche unter den beteiligten Akteuren vorausgegangen, mit dem Ziel, einen gemeinsamen Ausweg aus der zum Teil selbstverschuldeten Lähmung der Filmbranche im Land zu finden.

Die Akteure forderten u.a. die Schaffung einer handlungsfähigen, einheitlichen Film- und Medienfördergesellschaft, eine wesentlich bessere finanzielle Ausstattung der Förderung und die Berücksichtigung von wirtschaftlichen und kulturellen Aspekten bei den Förderentscheidungen. Nur 4 Jahre später sind diese seinerzeit noch utopisch anmutenden Ziele mit dem Beschluss des Landtags vom 26.08.20 Realität geworden.

Wesentliche Voraussetzungen dafür war die Berücksichtigung dieses Anliegens in der Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU von 2016, die Bündelung der zersplitterten Zuständigkeiten für die Film- und Medienförderung in der Staatskanzlei und die Bereitschaft von FILMLAND MV gGmbH in Schwerin und MV Film e.V. in Wismar, für die Förderung wichtige und in jahrelanger Arbeit aufgebaute Kompetenzen an die neue, einheitliche Fördergesellschaft abzugeben.

Wie jede politische Entscheidung ist auch dieser Beschluss ein Kompromiss, der in Einzelfragen verbesserungsfähig ist. Aber die Bedeutung der Entscheidung für die Branche ist unbestreitbar. An dieser Stelle gebührt der Landesregierung, den politischen Entscheidungsträgern und allen beteiligten Branchenakteuren Dank“, so Volker Kufahl.