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Aktuelles: | FILMKUNSTFEST MV

Filmdrama „Die beste aller Welten“ gewinnt zwei Preise bei den Filmnächten in Ahrenshoop

Abschlussgala mit Jury Henry Hübchen, Knut Elstermann, Lise Risom Olsen, Gast Michael Pink, Oliver Schmidt (The Grand), Roland Völcker (Kurdirektor), Gast Stephan Lacant (Regisseur) und Volker Kufahl (künstlerischer Leiter/Filmland MV)

Mit einem Publikumszuwachs und würdigen Preisträgern gingen die 13. Ahrenshooper Filmnächte am Samstag zu Ende. Der Organisator des Festivals, Kurdirektor Roland Völcker, zog eine durchweg positive Bilanz und lobte – wie auch die Fachjury – das außerordentlich starke Wettbewerbsprogramm, das auch in diesem Jahr vom Geschäftsführer der FILMLAND MV gGmbH, Volker Kufahl, kuratiert worden war.

Das bewegende deutsch-österreichische Filmdrama „Die beste aller Welten“ gewann wie schon beim 27. FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern den Publikumspreis, der nach der Auszählung aller Abstimmungskarten am Samstagabend verliehen wurde. Doch Regisseur Adrian Goiginger, der mit seinen Hauptdarstellern Verena Altenberger live aus Österreich zur Preisverleihung im Hotel THE GRAND zugeschaltet wurde, durfte sich auch noch über den Jurypreis für den besten Films des Wettbewerbs freuen. Die skandinavische Schauspielerin Lise Risom Olsen, der Schauspieler Henry Hübchen und der Filmjournalist und Radiomoderator Knut Elstermann konnten den Preis dem Schauspieler Michael Pink überreichen, der eigens für die Gala in Ahrenshoop die österreichische Kino Tour für „Die beste aller Welten“ unterbrach und spontan von Salzburg nach Hamburg flog, um abends im THE GRAND dabei sein zu können. „Die beste aller Welten“ wird am 28. September 2017 bundesweit im Verleih von FILMPERLEN im Kino starten, nur einige Tage nach dem Weltkindertag. Regisseur Adrian Goiginger, Student der Filmakademie Ludwigsburg, erzählt in diesem Debütfilm seine eigene Geschichte und schafft damit eine Hommage an seine Mutter, eine starke Frau, trotz aller widrigen Umstände: Der kleine Adrian erlebt eine Kindheit in einem außergewöhnlichen Milieu, der Salzburger Drogenszene, und mit einer Mutter zwischen Fürsorglichkeit und Drogenrausch. Trotz allem ist es für ihn eine behütete Kindheit, die beste aller Welten, bis sich die Außenwelt nicht mehr länger aussperren lässt.

Über den Förderpreis, den die Kurverwaltung Ahrenshoop gemeinsam mit dem Künstlerhaus Lukas für ein herausragendes Drehbuch ausgelobt hat, konnte sich Stephan Lacant für sein Drehbuch zu seinem Mutter-Tochter-Drama „Fremde Tochter“ freuen, das er auch selbst inszeniert hat. Das nachdenklich stimmende Drama handelt von der Liebe zwischen der 17-jährigen Lena und dem Moslem Farid. Als Lena ungewollt schwanger wird, freundet sie sich mit der Vorstellung an, zum muslimischen Glauben überzutreten. Regisseur Stephan Lacant gewinnt damit einen einmonatigen Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas inkl. 1.000 Euro Stipendiengeld.

Einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren Deutschlands, Stefan Kolditz, war am Abend der Preisverleihung ebenfalls in Ahrenshoop zu Gast, da das Drama „Die Frau von früher“ (2013), das seiner Feder entstammt, als Sonderaufführung präsentiert wurde. Für die musikalische Note an diesem Abend sorgte das Hamburger Projekt „stringNbase“, das im Rahmen der Filmparty E-Violinenklänge zum Besten gab. So ging mit der Ostsee im Rücken, elektronischen Klängen im Ohr und den kulinarischen Köstlichkeiten des Buffets ein ereignisreicher Abend zu Ende, durch den NDR-Moderator Frank Breuner die zahlreichen Gäste wie schon beim FILMKUNSTFEST MV im Mai sehr unterhaltsam und kurzweilig geleitete.