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Ahrenshooper Filmnächte

Bilder 2016: Filmnächte-Kurator Volker Kufahl, Jury-Mitglied Odine Johne, ”24 Wochen”-Produzent Tobias Büchner, Jury-Miglied Inka Friedrich, Jury-Mitglied Andrea Gottke, Ahrenshoop-Kurdirektor Roland Völcker ©Markus Hasse; Bild 2: Band Northern Lights mit Frontmann Jonas Nay ©Markus Hasse; Bild 3: Gewinnerfilm ”24 Wochen“ mit Julia Jentzsch ©Neue Visionen Filmverleih; Bild 4: Preisverleihung mit der weiblichen Jury im THE GRAND ©Markus Hasse


Lachen, Weinen, Nachdenken

Die 13. Ahrenshooper Filmnächte präsentieren sich in diesem Jahr wieder mit einem abwechslungsreichen Filmprogramm.

Vom 06. bis zum 09. September ist das Ostseebad Ahrenshoop wieder Gastgeber für den jungen deutschen Film. Im THE GRAND Ahrenshoop werden neben der hochkarätigen Jury um die Schauspieler Henry Hübchen und Matthias Koeberlin sowie dem Filmjournalisten Knut Elstermann auch zahlreiche prominente Gesichter der deutschen Kinolandschaft zu Gast sein. Die sechs Beiträge des Wettbewerbsprogramms wurden von Volker Kufahl, dem künstlerischen Leiter der Ahrenshooper Filmnächte und Geschäftsführer der FILMLAND MV gGmbH ausgewählt. Lachen, Weinen, Nachdenken – eine Auswahl starker, sehenswerter und vielschichtiger Filme. Die Wettbewerbsfilme werden vor ihrem offiziellen Kinostart in Ahrenshoop gezeigt.

Den Anfang macht am 06. September (Mittwoch) im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung die Komödie „Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?“ mit Lina Beckmann, Benno Fürmann und Charly Hübner in den Hauptrollen. Gelacht werden darf mit und über die Paartherapeutin Luisa. Sie ist glücklich mit Richard verheiratet, hat aber dennoch eine Affäre mit Richards Chef Leopold. Luisa kann sich einfach nicht zwischen den beiden Männern entscheiden, bis eines Tages eine zweite Luisa vor ihr steht. Im Anschluss wird Regisseurin Lola Randl beim ersten Filmgespräch zu Gast sein. 

Am 07. September (Donnerstag) können sich die Besucher auf einen kleinen Marathon mit drei Wettbewerbsbeiträgen freuen. Dieser beginnt um 17:00 Uhr mit der österreichisch-deutschen Koproduktion „Die beste aller Welten“. Das Drama erzählt die bewegende Geschichte vom kleinen Adrian (Jeremy Miliker), der eine schwierige Kindheit durchlebt. Regisseur Adrian Goiginger hat mit diesem Film seine eigene Kindheit verarbeitet und erhielt auf dem 27. FILMKUNSTFEST MV den von der SVZ gestifteten Publikumspreis und den NDR-Regiepreis.

Es folgt um 19:30 Uhr Sonja Maria Kröners Drama „Sommerhäuser“ mit Laura Tonke und Günther Maria Halmer. Eine Großfamilie trifft sich im Sommer 1976 im Gemeinschaftsgarten und erlebt dort einige absurde Situationen. Die Produktion feierte ihre Weltpremiere auf dem Filmfest München und gewann prompt den Förderpreis „Neues deutsches Kino“ in den Kategorien „Beste Regie“ und „Beste Produktion“.

Zum Abschluss des Donnerstags können sich die Besucher mit „Back for Good“ von Mia Spengler auf den Eröffnungsfilm der Berlinale 2017 in der Sektion Perspektive Deutsches Kino freuen. In der Tragikomödie muss die ehemalige Reality-Show-Teilnehmerin Angie (Kim Riedle) nach ihrem Drogenentzug wieder zu ihrer Mutter Monika (Juliane Köhler) ziehen und sich um ihre pubertierende Schwester Kiki (Leonie Wesselow) kümmern. Im Anschluss an den Film wird Hauptdarstellerin Kim Riedle sich den Fragen der Zuschauer stellen, die beim 27. FILMKUNSTFEST MV den Nachwuchsdarstellerpreis erhielt.

Das Wettbewerbsprogramm am 08. September (Freitag) beginnt um 19:30 Uhr mit der Tragikomödie „Die Tochter“, die beim diesjährigen FILMKUNSTFEST MV den Hauptpreis „Fliegender Ochse“ gewann. Der Film erzählt die Geschichte der siebenjährigen Luca (Helena Zengel), die sich nach der Trennung ihrer Eltern versucht neu zu positionieren. Im anschließenden Filmgespräch werden neben der Regisseurin Mascha Schilinski auch die Hauptdarsteller Karsten Antonio Mielke und Artemis Chalkidou in Ahrenshoop zu Gast sein.

Der Abschlussfilm der Ahrenshooper Filmnächte wird um 22:00 Uhr „Fremde Tochter“ mit Heike Makatsch und Elisa Schlott sein. Das nachdenklich stimmende Drama handelt von der Liebe zwischen der 17-jährigen Lena (Elisa Schlott) und dem Moslem Farid (Hassan Akkouch). Als Lena dann aber ungewollt schwanger wird, freundet sie sich mit der Vorstellung an, zum muslimischen Glauben überzutreten. Ihre alleinerziehende Mutter Hannah (Heike Makatsch) versucht sie verzweifelt davon abzubringen. Regisseur Stephan Lacant und Produzent Daniel Reich werden sich nach dem Film der brisanten und aktuellen Thematik im Publikumsgespräch stellen. 

Die natürliche Exklusivität eines modernen Urlaubsortes auf dem Darß und das lockere Wohlfühlhotel THE GRAND Ahrenshoop bieten jedes Jahr im September den unvergleichlichen Rahmen für die Filmnächte, so auch zum 125-jährigen Jubiläum des Bestehens der Künstlerkolonie Ahrenshoop. Hier treffen Filmschaffende des jungen deutschen Kinos auf ihr filminteressiertes Publikum.

Weitere Einzelheiten des bevorstehenden Programms entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung.

Oder auf der Homepage des Ostseebades Ahrenshoop.


„24 Wochen“ ist der große Gewinner der 12. Ahrenshooper Filmnächte

Wie schon beim 26. FILMKUNSTFEST MV erhält das Drama von Regisseurin Anne Zohra Berrached mehrere Preise.

Am Samstag Abend gingen die 12. Ahrenshooper Filmnächte mit viel Filmprominenz, einem überzeugenden Gewinnerbeitrag und einem grandiosen Abschiedskonzert zu Ende. Der Film „24 Wochen“ mit Hauptdarsteller Julia Jentsch und Bjarne Mädel räumte sowohl den Publikumspreis, als auch den Jurypreis ab und kann damit als großer Gewinner des Abends gelten.

Tosenden Beifall der Filmschaffenden und des filminteressierten Publikums gab es aber nicht nur für den Gewinnerbeitrag, sondern vor allem beim anschließenden Konzert von Northern Lights. Die Band um Schauspieler Jonas Nay gab in Ahrenshoop ihr letztes Konzert. Dies gab das Management kurz vorher bekannt. Dementsprechend gaben die Jungs aus Lübeck nochmal alles und gaben gerne die ein oder andere geforderte Zugabe.

Sowohl die durchweg weibliche Jury als auch das Publikums entschied sich bei der Preisverleihung für das Drama „24 Wochen“ von Anne Zohra Berrached, das ein Paar begleitet, das während der Schwangerschaft von der schweren Behinderung des Kindes im Mutterleib erfährt.

„Dieser Film beeindruckt durch eine starke Geschichte. Mit hoher Sensibilität und Genauigkeit wird sich dem Thema Verantwortung und Entscheidung über Leben und Tod genähert. Die große Intensität und Glaubwürdigkeit der Darsteller lässt die Zuschauer unmittelbar an den Konflikten der Protagonisten teilnehmen. Der Film wird nie rührselig und bleibt gnadenlos.“ Mit diesen Worten begründete die Jury um Inka Friedrich, Odine Johne und Andrea Gottke ihre Entscheidung. Im Weiteren betonte die Jury aber auch, wie schwer ihnen die Wahl gefallen ist und wie hoch das Niveau insgesamt auf den Filmnächten war.

Für die musikalische Note an diesem Abend sorgte Northern Lights, die im Rahmen der After-Show-
Party ein exklusives Konzert gaben. So ging für die Besucher mit der Ostsee im Rücken, mit poppigen
Klängen im Ohr und den kulinarischen Köstlichkeiten des Buffets im Bauch ein ereignisreicher Abend
zu Ende.

Ein durchgehend positives Feedback zieht auch der Kurdirektor Roland Völcker. „Noch nie in den
letzten zwölf Jahren kamen so viele Besucher zu den Filmen. Noch nie war bei den Filmschaffenden
das Interesse so groß hierher zu kommen und sogar alle Tage zu bleiben. Wir wollen dem jungen
deutschen Film ein Podium bieten, auf welchem sie ihre Filme einem ausgewählten Publikum zeigen
können.“ (Bilder: Markus Hasse (2) / Neue Visionen Filmverleih)


Vom 7. bis 10. September lud die Kurverwaltung Ahrenshoop unter Roland Völcker gemeinsam mit dem THE GRAND Filmschaffende und Cineasten zu den Ahrenshooper Filmnächten an den Ostseestrand. In dem vom Künstlerischen Leiter des FILMKUNSTFESTs MV, Volker Kufahl, kuratierten Programm, wurden sechs Spielfilme im Wettbewerb und zwei Filme im Sonderprogramm gezeigt. Eröffnet wurden die 12. Ahrenhooper Filmnächte mit dem neuen Film von Regisseur Dani Levy, DIE WELT DER WUNDERLICHS.
Außerdem trat einer der bekanntesten deutschen Schauspieler als Musiker auf: Als Tom Schilling & The Jazz Kids begeisterte er u. a. auf der Berlinale 2016 und auch auf den Ahrenshooper Filmnächten als Duo.

Eine prominent besetzte Jury kürte den besten Film des Wettbewerbs küren. Der Jurypreis wird gestiftet vom Ostseebad Ahrenshoop und ist mit 2.000 Euro dotiert. Zur Jury 2016 gehörten die Schauspielerinnen Odine Johne und Inka Friedrich, die auch auf dem vergangenen FILMKUNSTFEST MV über die Vergabe der Preise entschieden hat. Komplettiert wird die Jury durch die gebürtige Rostockerin und Wahl-Schwerinerin Andrea Gottke, die im Landesfunkhaus des NDR Mecklenburg-Vorpommern seit 2012 die Kulturredaktion leitet.

Als Gäste für die Filmgespräche waren bei den 12. Ahrenshooper Filmnächten zu Gast:

Anca Lazarescu (Regie) und Susanne Bormann (Schauspielerin) für den Wettbewerbsbeitrag DIE REISE MIT VATER, Piotr J. Lewandowski (Regie) für den Wettbewerbsbeitrag JONATHAN, Tobias Büchner (Produzent) für den Wettbewerbsbeitrag 24 WOCHEN, Florian Eichinger (Regie, Ko-Produzent) und Cord Lappe (Ko-Produzent) für den Wettbewerbsbeitrag DIE HÄNDE MEINER MUTTER, Aron Lehmann (Regie) für den Wettbewerbsbeitrag DIE LETZTE SAU. Partner für das Sonderprogramm ist in diesem Jahr das Darßer NaturfilmFestival, das im Oktober wieder erstklassige Natur- und Umweltproduktionen mit dem Deutschen Naturfilmpreis auszeichnet. Gezeigt wurden in Ahrenshoop die Dokumentarfilme SCHÜSSE IN DER WOLFSHEIDE von Stephan Heise (8.9.) und PASSION FOR PLANET von Werner Schüssler (10.9.).