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WILDES HERZ gewinnt beim 60. DOK LEIPZIG vier Preise

Copyright: Neue Visionen Verleih

Der vom Land MV geförderte Dokumentarfilm von Charly Hübner und Sebastian Schultz durfte sich über den "DEFA-Förderpreis", den "Dokumentarfilm des Goethe-Instituts", den "Preis der Vereinten Dienstleistergewerkschaft ver.di" und den "Gedanken-Aufschluss-Preis" freuen.

Jurybegründung:

DEFA-Förderpreis
"Unwild ist nur sein Titel. Der Rest von „Wildes Herz“ ist Bauch, Kopf, Wut, Verstand, eigene Geschichte und die Geschichte eines Bundeslandes - alles im Übermaß und alles richtig dosiert. Charly Hübner und Sebastian Schultz feiern das Kämpfen und eine Truppe von Kämpfern, und sie tun das mit einer Faust, die sich zum Himmel reckt."

Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts
„Wildes Herz“ ist das mitreißende Portrait eines Menschen in all seiner Widersprüchlichkeit: Dem Film gelingt der fast unmögliche Spagat zwischen Liebeserklärung an die einnehmende, fast brachiale Energie seiner Hauptfigur und gleichzeitig kritischem Blick auf dessen Einstellung. Weder die Filmemacher noch „Monchi“ selbst erliegen dabei der Versuchung, ihn zu idealisieren. Er bleibt eine ambivalente Figur. Niemals oberflächlich, niemals verklärend, ist es gleichzeitig ein Film über große Verbundenheit zur Heimat - trotz aller Reibung, die dabei für den Protagonisten und seine Band entsteht."

Preis der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di
"Was braucht es in der heutigen Zeit am dringendsten? Es braucht Courage, Energie und wilde Herzen! Diese schlagen vielleicht in einem unterschiedlichen Rhythmus. Manchmal beginnen sie als Hooligans, bekämpfen alles, was auch nur nach Vorschrift riecht. Wenn solche wilden Herzen jedoch lernen, gegen Rassismus, Neofaschismus und politische Verdummung Haltung zu zeigen, dann können sie wirklich Arschtritte verteilen."

Gedanken-Aufschluss-Preis
(Jury aus jugendlichen und jungen erwachsenen Strafgefangenen der JSA Regis-Breitingen vergibt an einen der für DOK im Knast nominierten Filme den Gedanken-Aufschluss-Preis)
„Wildes Herz“ eröffnete uns interessante Einblicke in die Biografie von Monchi. Die mit Beginn seiner Politisierung einhergehenden Konflikte mit Elternhaus und der Strafverfolgung haben viele von uns selbst so oder in ähnlicher Form erlebt. Durch sein ansprechendes Erzähltempo und die gelungene Inszenierung stand für uns beim Sichten des Materials frühzeitig fest, "Wildes Herz" zeigen zu wollen.  Für die Entscheidung der Preisvergabe trug dann letztendlich die politische Botschaft des Films bei, die wir in Zeiten von Naziterror, rassistischer Abschiebepraxis und Bundestagseinzug der AfD"