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Konkurrenzfähige Filmförderung für MV schaffen!

Eine einheitliche, kulturwirtschaftlich ausgerichtete, effektive Film- und Medienförderung für Mecklenburg-Vorpommern - das fordern Branchenvertreter und –verbände des Bundeslandes in einem über mehrere Monate gemeinsam erarbeiteten Positionspapier.

In dem dreiseitigen Papier zur Weiterentwicklung der Film- und Medienförderung in MV setzen sich die Initiatoren Roland Possehl (Vorstand Berufsverband der Film- und Medienproduzenten MV, Produzent), Prof. Olaf Jacobs (Autor, Produzent), Sabine Matthiesen (Leiterin Kulturelle Filmförderung MV) und Volker Kufahl (Geschäftsführer FILMLAND MV gGmbH), auch stellvertretend für ihre Verbände dafür ein, eine konkurrenzfähige, zu anderen Regionen kompatible und dem Land angemessene Film- und Medienförderung zu etablieren.
Um die Film- und Medienstruktur des Landes weiter nachhaltig zu entwickeln, zukunftsorientierte Arbeitsplätze in dieser Branche zu schaffen sowie einheimischen Produzenten und Kreativen einen besseren Zugang zu Fördermitteln auf nationaler und europäischer Ebene zu ermöglichen, schlagen die Autoren die Vergabe von erfolgsbedingt rückzahlbaren Darlehen für die Entwicklung und Herstellung audiovisueller Medien vor. Bedingung sei, dass jeder Förder-Euro nachweislich auch im Land wieder ausgegeben und vor allem die Wertschöpfung im Land gefördert werde. Bei den Förderentscheidungen sollten sowohl filmwirtschaftliche als auch kulturelle Aspekte berücksichtigt werden.
Analog zu anderen Bundesländern raten die Initiatoren zur Gründung einer Fördergesellschaft als zentraler Ansprechpartnerin für Politik und Branche, in der perspektivisch die Filmland MV gGmbH sowie der Mecklenburg-Vorpommern Film e.V. aufgehen könnten. Das Land Mecklenburg-Vorpommern sollte sich als Mehrheitsgesellschafter beteiligen, als weitere Partner sollten entsprechend den positiven Erfahrungen in vielen anderen Bundesländern NDR, ZDF und die Medienanstalt gewonnen werden.
Die bisherige Kulturelle Filmförderung hat seit mehr als 25 Jahren trotz kleinen Budgets über viele Jahre künstlerisch wertvolle Filme unterstützt, die bundesweit für Aufsehen sorgten und auf großen Filmfestivals, u.a. der Berlinale Erfolge feierten. Jedoch konnten auf diese Weise kaum Impulse für nachhaltige filmwirtschaftliche Strukturen gegeben werden.
Um unter besseren Rahmenbedingungen nachhaltige Effekte für die Film- und Medienproduktion im Land zu generieren, halten die Unterzeichner ein jährliches Fördervolumen in Höhe von 1,5 Mio. Euro für notwendig. Darin aufgehen könnten die bisher für die kulturelle Filmförderung zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 215.000 Euro.
An der Erarbeitung des Papiers beteiligt waren neben den Unterzeichnern Marco Voß (FILM COMMISSION MV) und Katja Pilgrim (Geschäftsführerin Berufsverband der Film- und Medienproduzenten MV). Impulse kamen von Reik Möller (Wild Bunch/Senator Film Verleih) und Arne Sommer (Leiter Filmwerkstatt Kiel der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein).