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Bedeutung des Kinos in der Fläche - Bericht zur kinopolitischen Veranstaltung im fabrik.kino Neustrelitz

Gespräche in Neustrelitz v.l.n.r.: Gastgeber Horst Conradt mit Eckhardt Rehberg MdB-CDU, Claudia Müller, Die Grünen, Jeannine Pflugradt, MdB-SPD, Andreas Butzki, MdL-SPD, Torsten Koplin, MdL-Die Linke, Christian Bräuer

Ein hochkarätiges Panel kam auf Einladung des das fabrik.kino und der AG Kino-Gilde in dieser Woche in Neustrelitz zusammen. Zu Gast waren Eckhardt Rehberg (MdB - CDU), Torsten Koplin (MdL - Die Linke), Andreas Butzki (MdL - SPD), Jeannine Pflugradt (MdB - SPD) und Claudia Müller (Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen).

Die AG Kino - Gilde Deutscher Filmkunsttheater berichtet in ihrem neuen Newsletter über das Treffen von vergangener Woche in Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte):

"Der Hausherr Horst Conradt, Programmkinobetreiber seit 1983, und der Vorsitzende der AG Kino - Gilde, Dr. Christian Bräuer führten in das Thema ein. Kinos sind wesentlicher Bestandteil einer lebendigen Alltagskultur im ländlichen Gebiet und unverzichtbare Orte der Kunst- und Kulturvermittlung, und sie sind Orte der öffentlichen Auseinandersetzung. Zu dieser Einschätzung herrschte Konsens in der Runde. Es gab von allen beteiligten Politikerinnen und Politikern ein klares Bekenntnis zum Kino.
Eine existenzielle Sorge treibt die Kinos: Die zweite Digitalisierungswelle wird die finanziellen Möglichkeiten der kleinen Kinos sowohl in den Städten als auch auf dem Lande übersteigen und sie damit endgültig gefährden. Deshalb ist es notwendig, dass die Politik die entsprechenden Mittel zum Erhalt der Kinos in ihre Haushalte einstellt.  
Für Mecklenburg - Vorpommern versprachen Andreas Butzki (SPD) und Torsten Koplin (Die Linke), diese Sorgen ernst zu nehmen und sich in Schwerin dafür einzusetzen. Auch die Tatsache eines immer noch nicht vorhandenen Kinoprogrammpreises in MV wurde moniert: Die SPD-Vertreter erklärten, das stünde nun tatsächlich auf der Agenda und Torsten Koplin versprach, sich weiter dafür zu engagieren.
Zupackend zeigte sich CDU-Haushaltsexperte Rehberg für den Bundestag. Er sieht für die nächste Legislaturperiode Mittel für Kinostrukturen als durchaus realistisch an, mahnt aber auch die Landeskollegen, dass in diesem Bereich immer auch Mittel aus den Ländern als Ko-Finanzierung bereit gestellt werden müssten. "Kultur ist Ländersache. Und wenn es dort keine entsprechende Kofinanzierung gibt, dann könne auch der Bund nicht helfen", so Rehberg.
Alle anwesenden Politiker versicherten, dass sie das Anliegen in ihren Fraktionen deutlich zur Sprache bringen werden. "Es ist kleines Geld mit großer Wirkung", waren sie sich, nicht zuletzt mit Blick auf das Kino in der Alten Kachelofenfabrik, einig.
Die AG Kino - Gilde bedankt sich bei Horst Conradt für die Organisation dieser Veranstaltung, die nicht nur für MV sondern auch die Bundespolitik Impulse gesetzt hat."