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Aktuelles: | SCHULKINOWOCHE MV

SchulKinoWochen Mecklenburg-Vorpommern 2017 mit über 17.500 Teilnehmern beendet

Eröffnung der SKW MV mit M. Jahn (VISION KINO, li.), Dr. Ch. Frenzel (Staatskanzlei MV), M-P. Heyne (hinten) mit dem Filmteam von "Amelie rennt": Sh. Pischmann, N. Brunckhorst, S. Bormann, T. Wiemann

Vom 6. bis zum 15.11.2017 haben 480 einzelne Vorführungen an 29 verschiedenen Spielstätten stattgefunden.

„Bereits zum dritten Mal in Folge haben wir bei der SchulKinoWoche Mecklenburg-Vorpommern die Marke von 17.000 Besuchern überschritten, was rund 535 angemeldeten Schulklassen entspricht. Diese Zahl ist angesichts der weiten Wege, die einige Schulklassen auf dem Weg zu einem Kino zurücklegen müssen, besonders beachtlich“, freut sich im Namen der Veranstalter, der VISION KINO und der FILMLAND MV gGmbH, der Projektleiter der SchulKinoWoche, Max-Peter Heyne. „Zum Beispiel haben Schulklassen aus Remplin für eine Vorführung fünfeinhalb Kilometer zu Fuß zum Kino in Malchin zurückgelegt – und das ist kein Einzelfall“.

Die beliebtesten Titel in diesem Jahr waren die deutschen Abenteuerfilme „Timm Thaler“ mit 1394 Besuchern, „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ (1336 Besucher), „Tschick“ (1131 Besucher), der Animationsfilm „Findet Dorie“ (1050 Besucher) und die deutsche Komödie „Willkommen bei den Hartmanns“ mit 1049 Zuschauern. Die am stärksten gebuchten Kinos waren die CineStars in Rostock (Capitol), Neubrandenburg und Stralsund und auf Platz vier dank des besonderen Engagements der Betreiber das Kino in Boizenburg an der Elbe.

Die Besuche von Filmschaffenden, Wissenschaftlern und Medienpädagogen, die mit aktiver Unterstützung vieler Partner, darunter der Bundes- und Landeszentrale für politische Bildung sowie weiteren Partnern ausgerichtet wurden, fanden ein positives Echo bei der Schüler- und Lehrerschaft. Insgesamt fanden 23 Sonderveranstaltungen an elf Spielstätten, aber auch direkt in Schulen im Lande statt. Darunter waren Gespräche mit Wissenschaftlern und Medienpädagogen zu Spiel- und Dokumentarfilmen in Rostock, Schwerin und Stralsund, aber auch in Malchin, Boizenburg, Ribnitz-Damgarten und Sassnitz. Insbesondere die Auftritte von Vertretern des Filmteams des aktuellen deutschen Jugendfilms „Amelie rennt“ in Wismar und anschließend in Rostock, Boizenburg, Schwerin und Anklam bereitete allen Beteiligten viel Freude.

Zur Eröffnung der SchulKinoWochen MV in Wismar am 6.11. waren neben „Amelie rennt“-Regisseur Tobias Wiemann, der aus Torgelow stammt, Drehbuchautorin Natja Brunckhorst, Schauspielerin Susanne Bormann und Kinderdarstellerin Shenia Pitschmann als Vertreter der Landespolitik auch der Chef der Staatskanzlei, Dr. Christian Frenzel, im CineStar-Kino zu Gast. Dr. Frenzel übermittelte Grüße der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und zeigte sich im Gespräch mit den Kindern und Jugendlichen erfreut, dass Kino bei der jüngsten Generation nach wie vor eine beliebte Freizeitbeschäftigung ist. Dr. Frenzel betonte in diesem Zusammenhang die wichtige Rolle der SchulKinoWochen für die Unterstützung der Kinos als Orte der Filmkultur in Mecklenburg-Vorpommern.

Klassen mit Schüler/innen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen waren in diesem Jahr überdurchschnittlich stark vertreten. Die Lehrerin einer Klasse von Hörgeschädigten aus Güstrow lobte die Initiativen zur Inklusion, die während der SchulKinoWoche organisiert wurden, und bedankte sich „ganz herzlich dafür“, dass ihre „hörgeschädigten Schüler auch in diesem Jahr in den vollen Filmgenuss kommen konnten“.

Auf großes Interesse stieß am vergangenen Freitag der Besuch der jungen Schauspielerin Shenia Pitschmann im Kino Center Anklam, wo einhundert Schüler/innen des örtlichen Gymnasiums sich sehr darüber freuten, dass eine Gleichaltrige zu ihnen sprach, Anekdoten über die Dreharbeiten berichtete und bereitwillig viele Selfie- und Autogrammwünsche erfüllte.

Die neue Sonderreihe „17 Ziele – EINE Zukunft“, die in Kooperation mit Engagement Global und dem Programm „Bildung trifft Entwicklung“ Filme zu globalen Themen wie Ernährung, Bildung und Nachhaltigkeit präsentiert, wurde von Gesprächen mit Hartmut Kowsky begleitet. Er berichtete Grund- ebenso wie Berufsschülern von seinen Erfahrungen als ehemaliger Entwicklungshelfer in Afrika und Asien.