Filmkunstfest MV
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Der LEO-Kinder und Jugendpreis 2017, gestiftet vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, für den besten Beitrag im Jugendfilmwettbewerb geht an den österreichischen Film 

MAIKÄFER, FLIEG! (2016) Regie: Mirjam Unger
Wien 1945: Das Ende des Zweiten Weltkriegs, gesehen mit Kinderaugen. Die 9-jährige Christl weiß vom Frieden genauso wenig, wie die Kinder heute vom Krieg wissen. Ausgebombt und mittellos flüchtet sie mit ihrer Familie in eine Villa in Neuwaldegg. Nach der Kapitulation der Nazis quartieren sich Soldaten der Roten Armee im Haus ein. Alle fürchten sich vor den als unberechenbar geltenden Russen, nur für Christl ist die allgemeine Anarchie ein Abenteuer und Cohn, der russische Koch, wird bald ihr Freund.

Die Jugendjury bestand in diesem Jahr ausnahmslos aus Mädchen: Simaf Peiro, Emily Carabut, Karolina Zyczyriska, Svea Lillge, Johanna Taube, Cassedy Meier und Antonia Schernau.

"Was uns am Preisträgerfilm besonders überzeugt hat, ist die unglaublich mitreißende Geschichte, welche sehr emotional war, und die realistische und anschauliche Umsetzung des ziemlich schwierigen, ernsten Themas.

Ein großes Lob geht auch an die überzeugenden Schauspieler und Schauspielerinnen, welche den Film besonders authentisch wirken ließen. Besonders durch die kindliche Perspektive sowie die beeindruckend realitätsnahen Kulissen, übertrugen sich die Emotionen der Figuren besonders echt und nachvollziehbar. Unser persönlicher Favorit ist „Maikäfer, flieg!“ von Regisseurin Mirjam Unger"

Der LEO-Preis wurde im Rahmen der Preisverleihung am 6. Mai im Festivalkino Filmpalast Capitol von der Jugendjury zusammen mit ihrem Betreuer, Olaf Hagen, und Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, übergeben.

Sechs Kinder- und Jugendfilme aus dem deutschsprachigen Raum konkurrierten um den vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestifteten Hauptpreis LEO. Der LEO ist mit 7.500 Euro dotiert und damit die höchstdotierte Auszeichnung für einen Kinder- und Jugendfilm in der deutschen Festivallandschaft.

Die Jury wurde im Vorfeld von Olaf Hagen, Leiter des Fachbereichs Jugend- und Schulsozialarbeit der Sozial-Diakonischen Arbeit – Evangelische Jugend, und professionellen Medienpädagogen wie Markus Wojatschke angeleitet und betreut.

Seit 2016 stellt das Haus von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), das sich bereits 2015 für diese Filmreihe des Festivals engagiert hatte, drei Jahre lang Fördermittel für den Kinder- und Jugendfilmwettbewerb des FILMKUNSTFESTs MV bereit. 7.500,- Euro entfallen jeweils als Preisgeld für den besten Film des Wettbewerbs. Damit bleibt der LEO des FILMKUNSTFESTs MV eine der höchstdotierten Auszeichnungen für einen Kinder- und Jugendfilm in der deutschen Festivallandschaft. Der Rest der Summe geht an die Organisation des Filmprogramms und die Betreuung der Jugendlichen. 

„Mit dieser Förderung können wir den integrativen medienpädagogischen Ansatz des Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs ausbauen, der beim FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger Bestandteil des Festivalprofils ist“, sagt der künstlerische Leiter des Festivals, Volker Kufahl zu diesem besonderen Engagement. 2015 erhielten Produzent Martin Rehbock und Regisseur Mark Monheim aus den Händen von Bundesministerin Manuela Schwesig für ihren Spielfilm „About A Girl“ mit Jasna Fritzi Bauer und Heike Makatsch in den Hauptrollen den LEO-Preis; 2016 dann das Team um Regisseur Florian Schnell und seine Hauptdarsteller Moritz Jahn und Mala Emde für das Fantasy-Abenteuer "Offline - Das Leben ist kein Bonuslevel" (Kinostart: 23.2.2017).

Seit 2016 wird mit der Förderung durch das Bundesministerium ein integrativer Ansatz umgesetzt: Über die Vergabe des LEOs 2016 entschied eine Jugendjury, die mit mindestens drei zugewanderten Jugendlichen besetzt war, darunter zwei syrische Brüder, die unbegleitet in Deutschland angekommen sind. In den verschiedenen Projektphasen wurden die Jugendlichen durch Medienpädagogen und den Leiter des Fachbereichs Jugend- und Schulsozialarbeit der Sozial-Diakonischen Arbeit – Evangelische Jugend, Olaf Hagen, betreut, der sich für den Jugendfilmwettbewerb seit mehreren Jahren stark engagiert hat.