Filmkunstfest MV
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LEO-Preis Jugendfilmwettbewerb

Der LEO für den besten Kinder und Jugendfilm im Wettbewerb 2918, dotiert mit 7.500 Euro, gestiftet vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, für den besten Beitrag im Jugendfilmwettbewerb geht an den deutschen Beitrag


LOMO von Regisseurin und Drehbuchautorin Julia Langhof (Deutschland 2017, 101 Min, FSK 12 Jahre)

Begründung der sechsköpfigen Jugendjury

CHARLEEN HOHMANN
MELISSA HEINIUS
ANTONIA SCHLEGEL
ROBIN STENZEL
PAULA TANTOW
RINGO WINTER:

Wir haben uns in der letzten Woche die sieben Filme der Kinder- und Jugendfilmreihe angeschaut und nach verschiedenen, von uns ausgewählten Kriterien bewertet. Jeder von diesen Filmen war für sich etwas Besonderes und wir bedanken uns hiermit noch einmal bei allen Filmemacherinnen und Filmemachern für ihre Arbeit. Leider mussten wir uns am Ende für einen Film entscheiden, und das ist uns nicht leichtgefallen. Zwischen unserem Gewinnerfilm und dem Zweitplatzierten MEINE TEUFLISCH GUTE FREUNDIN (Regie: Marco Petry) gab es in unserer Diskussion ein Kopf- an Kopfrennen und die Jury war sich bis zuletzt uneinig. Diesem lustigen Familienfilm, den wir uns gleich nochmal anschauen wollten, möchten wir deshalb eine Lobende Erwähnung aussprechen.

Nun aber zum Siegerfilm: Dieser hat sich vor allem durch moderne, hervorragend eingesetzte Effekte und eine überaus spannende, einzigartige Story ausgezeichnet. Es ist ein sehr ernster Film, mit dessen jugendlichen Charakteren wir uns sehr gut identifizieren können. Die Geschichte ist dabei so komplex, dass wir über den kompletten Film hinweg gefesselt waren. Durch das offene Ende, das viele verschiedene Fragen aufgeworfen hat, blieb uns der Film noch eine ganze Weile im Kopf und beschäftigte jede und jeden von uns ganz persönlich.

Seit 2016 stellt das Haus von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), das sich bereits 2015 für diese Filmreihe des Festivals engagiert hatte, drei Jahre lang Fördermittel für den Kinder- und Jugendfilmwettbewerb des FILMKUNSTFESTs MV bereit. 7.500,- Euro entfallen jeweils als Preisgeld für den besten Film des Wettbewerbs. Damit bleibt der LEO des FILMKUNSTFESTs MV eine der höchstdotierten Auszeichnungen für einen Kinder- und Jugendfilm in der deutschen Festivallandschaft. Der Rest der Summe geht an die Organisation des Filmprogramms und die Betreuung der Jugendlichen. 

„Mit dieser Förderung können wir den integrativen medienpädagogischen Ansatz des Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs ausbauen, der beim FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger Bestandteil des Festivalprofils ist“, sagt der künstlerische Leiter des Festivals, Volker Kufahl zu diesem besonderen Engagement. 2015 erhielten Produzent Martin Rehbock und Regisseur Mark Monheim aus den Händen von Bundesministerin Manuela Schwesig für ihren Spielfilm „About A Girl“ mit Jasna Fritzi Bauer und Heike Makatsch in den Hauptrollen den LEO-Preis; 2016 dann das Team um Regisseur Florian Schnell und seine Hauptdarsteller Moritz Jahn und Mala Emde für das Fantasy-Abenteuer "Offline - Das Leben ist kein Bonuslevel" (Kinostart: 23.2.2017).

Seit 2016 wird mit der Förderung durch das Bundesministerium ein integrativer Ansatz umgesetzt: Über die Vergabe des LEOs 2016 entschied eine Jugendjury, die mit mindestens drei zugewanderten Jugendlichen besetzt war, darunter zwei syrische Brüder, die unbegleitet in Deutschland angekommen sind. In den verschiedenen Projektphasen wurden die Jugendlichen durch Medienpädagogen und den Leiter des Fachbereichs Jugend- und Schulsozialarbeit der Sozial-Diakonischen Arbeit – Evangelische Jugend, Olaf Hagen, betreut, der sich für den Jugendfilmwettbewerb seit mehreren Jahren stark engagiert hat.